Freizeitwert

Die Feldmark hat sie alle gesehen:

Die Frühaufsteher, die schon vor der Arbeit eine Runde laufen. Die Hundebesitzer, die die erste Runde absolvieren. Die Radfahrer auf dem Weg zur Arbeit. Die Landwirte, die zu ihren Feldern fahren. Die Nordic-Walking-Gruppe am späten Vormittag. Die Fußgänger. Die Spaziergänger am Nachmittag. Die Radfahrer auf ihrem Rückweg. Die Gassigeher bei der zweiten Runde. Die Nordic-Walking-Gruppe der Berufstätigen, die Nachmittags-Läufer, die Landwirte, die immer noch zu tun haben. Nach 18 Uhr wird es ruhiger. Die Sonne geht unter, der Mond geht auf, die ersten Sterne sind zu sehen. Nacht.

Am Morgen genießen die Frühaufsteher den Morgennebel, der die Felder verzaubert. Die Sonne bricht durch den Hochnebel. Vögel bilden ein Symphonieorchester, das seinesgleichen sucht. Saftig grünes Getreide, kleine Rüben- und Maispflanzen genießen die Wärme. Obstbaumblüte, Bienen summen, reifendes Getreide, der Duft nach Stroh, Staub und ehrlicher Arbeit. Die Sonne gibt großzügig: Sommerbräune, Vitamin D, Glücksgefühle. Sommer auf dem Land.

Der erste Nachtfrost. Die Radfahrer blasen sich in die kalten Finger. Raureif glitzert, die klare, kalte Luft tut der Lunge gut. Rehe im Gras, die Kraniche ziehen. Die Hunde stecken die Nasen ins Gras und genießen die vielen Düfte. Die Nordic-Walking-Gruppen haben Mützen auf und Handschuhe an. Laub fällt, auf den Wiesen der letzte Schnitt für Silage, gepflügte und bestellte Felder fallen in gepflegten Winterschlaf. Die Kälte macht wach, zaubert rote Wangen und weckt das Immunsystem.

Schnee fällt. Das Land versinkt unter einem weißen Teppich, der graue Himmel hängt tief. Die Hundebesitzer beeilen sich. Die Hunde sind glücklich.

Tauwetter. Regen, Sturm, Äste brechen, man mag den sprichwörtlichen Hund nicht vor die Tür jagen, dabei würden die Hunde gern die vielen Stöcke aufsammeln. Dicke Knospen an den Bäumen, der Raps schiebt die ersten neuen Blätter. Die Landwirte haben die Winterpause satt und sind wieder unterwegs. Die Läufer tragen Softshelljacken und mp3-player. Die Radfahrer umfahren die Pfützen. Das Leben draußen nimmt seinen Lauf.

All das wird es mit dem GVZ nicht mehr geben.