Aktueller Stand

Das Landesraumordnungsprogramm (LROP) ist der Raumordnungsplan für das Land Niedersachsen. Mit ihm wird die politisch und gesetzlich verankerte Raumplanung festgelegt.  Im Raumordnungsprogramm wird u.a. festgelegt, welchen Stellenwert bestimmte Nutzungsformen bekommen, wie z.B. konventionelle Landwirtschaft, Naturschutz, Siedlungsflächen, Verkehrswege, Rohstoffgewinnung und anderes.

Mit verbindlichen Aussagen zu raumbedeutsamen Nutzungen und deren Entwicklungen dient das Landes-Raumordnungsprogramm dazu, die oftmals widerstreitenden wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökologischen Interessen an den Raum festzulegen.

Ausgehend vom LROP sollen die Vorgaben dann im regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) umgesetzt werden. Unterhalb der Regionalplanung ist die kommunale Bauleitplanung angesiedelt, die in der Form der Flächennutzungsplanung das Gebiet einer Kommune abdeckt. Als unterste Ebene der räumlichen Planung besteht die verbindliche Bauleitplanung in Form des Bebauungsplans.

Im Landesraumordnungsprogramm wurden 2008 für Niedersachsen 8 logistische Teilregionen festgelegt.

Eine dieser Region ist im Bereich Göttingen angesiedelt und beinhaltet unter anderem die Flächen zwischen Holtensen und Lenglern. Hier soll eine Verknüpfung mit dem Güterverkehrszentrum im Göttinger Stadtgebiet erreicht werden.

Dieses geplante Güterverkehrszentrum (GVZ) liegt in einer Fläche die laut RROP als Vorbehaltsgebiet für die Landwirtschaft ausgewiesen ist. Die umgebenen Flächen sind Vorranggebiet für Erholung und Landschaft.

Um für die landwirtschaftlichen Betriebe Ersatzflächen bereitstellen zu können, hat die Niedersächsische Landgesellschaft im Jahr 2012 von der Klosterkammer Hannover in der Gemarkung Weende 53 ha Ackerland gekauft. Hierzu soll es einen Bevorratungsvertrag zwischen Stadt Göttingen, Landkreis Göttingen und dem Flecken Bovenden geben. Der Landkreis hat diesem schon zugestimmt, die Verwaltung in Bovenden wartet noch auf ein Votum aus dem Stadtrat.

Das GVZ soll in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Angefangen an der Autobahn mit ca. 40 ha im 1. Bauabschnitt bis zum Endausbau auf 130 ha. Im RROP ist auch eine Südostspange direkt vor der Ortslage Lenglern geplant, um besseren Verkehrsfluss zur B3 Richtung Bovenden zu bekommen.

Ein weiterer Baustein ist der geplante Autobahnparkplatz an der A7 in der Holtenser Kurve. Hier soll auf ca. 10 ha ein Parkplatz für  156 LKW und 75 PKW entstehen.

Umfassend wurden  die Einwohner Lenglerns erst auf der Ortsratsitzung im November 2013 informiert. Seitdem hat sich eine Gruppe Lenglerner und Holtenser Bürger gebildet, die weitere Informationen zusammengetragen hat und sich GEGEN ein solches Mammutprojekt ausspricht.